Konzentrische Produktfertigung für optimalen Materialverbrauch

Höchste Leistungsfähigkeit und Qualität sind die entscheidenden Größen an denen Hersteller von Kabeln, Rohren & Schläuchen im globalen Wettbewerb heute und auch zukünftig gemessen werden. Forderungen nach einer Reduzierung des Materialmehrverbrauchs, Sicherung der Qualität und Verminderung der Schrottrate verlangen nach kombinierter Messtechnologie – insbesondere aber nach einer innovativen Problemlösung, denn die Reduzierung von Mehrverbrauch alleine kann die Qualität des Produktes auch kontraproduktiv beeinflussen:

Befindet sich der Kern eines Kabels nicht exakt zentrisch im Kabelquerschnitt, so bewirkt eine Reduzierung der Gesamtwanddicke auf Sollmaß zwar die gewünschte Reduzierung des Materialmehrverbrauchs; die Einzelwanddicken verschiedener Messpunkte weisen jedoch starke Schwankungen um das Sollmaß auf, so dass stellenweise eine zu dicke, oder gar eine zu dünne Isolierung auf das Kabel aufgetragen wird, mit unabsehbaren Folgen für die Qualität und Sicherheit der Kabelfertigung.

Gibt es hingegen Vorgaben bezüglich der Mindestwanddicke, so führt jede Exzentrizität zwangsläufig zu einem Mehrverbrauch an Compound – aus wirtschaftlicher Sicht unbedingt zu vermeiden.

Darüber hinaus beeinflusst die Exzentrizität einer Ader deren Wellenwiderstand, weil Kapazität und Induktivität auch von der Exzentrizität einer Ader abhängen. Der Wellenwiderstand von Twisted-Pair Leitungen für die Datenübertragung ist abhängig von den Abständen der Leiter der beiden miteinander verseilten Adern. Der Außendurchmesser, die Ovalität und die Exzentrizität der verseilten Adern haben somit Einfluss auf die Abstände der Leiter und damit auch auf deren Wellenwiderstand.

Die Reduzierung der Gesamtwanddicke ist somit erst nach der Konzentrizitätsmessung und anschließenden Justierung der Spritzwerkzeuge sinnvoll, damit sich die anschließende Regelung auf Sollmaß an jedem Punkt gleichermaßen auf die Wanddicke auswirkt.

SIKORA entwickelte mit den Messgeräten X-RAY 6000, X-RAY 8000 NXT und CENTERVIEW 8000 präzise Messsysteme, die nicht nur vorgenannte Schwachstellen herkömmlicher Systeme beseitigen, sondern praxisnahe Vorteile und Innovationen bieten – so berücksichtigt die neu entwickelte Punktwolkendarstellung des CENTERVIEW 8000, dass Vibrationen der Ader beim Einlauf in den Spritzkopf eine der häufigsten Ursachen für Kurzzeitschwankungen der Exzentrizität sind. So ist eine rotierend oszillierende Exzentrizität in einer normalen, gemittelten Darstellung nicht zu erkennen. Erst Ausdehnung und Form der zum Patent angemeldeten Punktwolke zeigen dem Bediener sofort, dass eine Schwankung vorliegt.