SIKORA Messtechnologie sichert hohe Qualitätsanforderungen an Microducts

Glasfaserkabel gelten als zukunftsweisende Technologie. Der Ausbau von Glasfasernetzen schreitet weltweit zügig voran und wird durch riesige Investitionsprojekte in Netzwerkapplikationen wie „Fiber to the home“ (FttH) bis in die Wohnung vorangetrieben. Vor diesem Hintergrund steigt auch die Nachfrage nach Microducts, welche Glasfaserkabel als Schutzkanal umschließen. Eine kontinuierliche Qualitätskontrolle von Microducts im Herstellungsprozess ist dabei essentiell.

Glasfaserkabel mit bunten Microducts

Die Größe der Microducts muss exakt auf die Durchmesser der jeweiligen Glasfaserkabel abgestimmt sein, für welche die Microducts vorgesehen sind. Je nach Kabeltyp ergeben sich so spezifische Vorgaben durch Normen für Innen- und Außendurchmesser der Microducts. Selbst geringfügige Abweichungen, zum Beispiel vom Innendurchmesser, können dazu führen, dass die Glasfaserkabel beim Durchblasen an der inneren Schicht reiben und im Extremfall sogar stecken bleiben. Prozesssicherheit bietet eine permanente Überwachung des Herstellungsprozesses und Regelung der Produktparameter.

Das röntgenbasierte X-RAY 6000 PRO von SIKORA misst den Innen- und Außendurchmesser, die Exzentrizität sowie die Gesamtwanddicke von Microducts kontinuierlich im laufenden Produktionsprozess. Mit dem X-RAY 6000 PRO wird die Wanddicke von bis zu drei Schichten unterschiedlicher Materialien exakt bestimmt. Die Produktionsdaten werden auf dem Prozessorsystem ECOCONTROL 6000 mit einem 22‘‘-TFT-Monitor angezeigt. Das X-RAY 6000 PRO sorgt durch seine kontinuierliche Messung für die Einhaltung der Spezifikationen, eine gleichbleibende Qualität und reproduzierbare Ergebnisse.

Ist nur eine Durchmesser- und Ovalitätsmessung erforderlich, sind die LASER 2000 T Geräte prädestiniert. Die dreiachsigen Lasermessköpfe zeichnen sich durch ihre hohe Präzision, Zuverlässigkeit und kontinuierliche Funktionalität aus.

Für eine Oberflächeninspektion der Microducts wird der LUMP 2000 eingesetzt. Mit zwei oder drei Messebenen (je nach Modell) detektiert das System selbst kleinste Unregelmäßigkeiten bei Liniengeschwindigkeiten von bis zu 3.000 m pro Minute. Dank der Kombination aus Doppelsensor-Technologie, bei der die Differenz zweier Sensoren ausgewertet wird, mit Infrarot-Lichtquellen werden Knoten und Einschnürungen auf der Oberfläche von Microducts zu 100 % detektiert.

Mehr über Microducts

Microducts sind kleine, flexible Kanäle, die für die Installation von Microduct-Glasfaserkabeln genutzt werden. Sie bestehen häufig aus zwei Schichten: einer äußeren Schicht aus flexiblem Plastik zum Schutz der Glasfaserkabel sowie einer inneren Schicht mit wenig Reibung.