Messung der Dicke von Drähten, Kabeln, Rohren, Schläuchen, Platten und Blechen

Durch die Dickenmessung während der laufenden Produktion kann sowohl der Materialverbrauch minimiert, als auch die kontinuierliche Qualität der Produkte anhand Sollvorgaben eingehalten werden. Dies ist insbesondere ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für die spätere automatisierte Konfektionierung.

CENTERWAVE 6000, X-RAY 6000 PRO, CENTERVIEW 8000 und X-RAY 8000 ADVANCED zur Wanddickenmessung und -regelung auf Sollmaß

Berührende Messverfahren sind dabei in der industriellen Fertigung nur noch für die Stichprobenkontrolle denkbar: bei der zerstörungsfreien Prüfung wird mittels taktiler, mechanischer Messtaster ein Referenzwert verglichen. Im Nachgang kann die Probe mit einem Messmikroskop weiter vermessen werden.

Offline Messverfahren zur berührungslosen Dickenmessung (Auswahl)

Für die berührungslose Stichprobenkontrolle gibt es diverse Messverfahren:

  • optische Sensoren
  • induktive Sensoren
  • Wirbelstromsensoren
  • Magnetfeldsensoren

Heute ist jedoch nahezu jede Extrusionslinie für Rundprodukte nicht nur mit berührungsloser inline Messtechnik zur Dickenmessung ausgestattet, sondern bietet erweiterte Parameter für die Qualitätskontrolle, zum Beispiel der Rundheit, des Saggings oder des Verschäumungsgrads. Extrusionsanlagen für Platten aus Kunststoff oder Metallbleche profitieren wiederum neben der Messung der Plattendicke ebenso von der Messung der Volumendichte und der Flächengewichte.

Inline Messverfahren zur berührungslosen Dickenmessung (Auswahl)

  • Gravimetrie
  • Ultraschall
  • Infrarot
  • Laserlichtschnitt
  • Lasertriangulation
  • Beugungsanalyse
  • Röntgen
  • Radar

Dickenmessung mit Röntgen

Mit Messgeräten von SIKORA wie dem X-RAY 6000 PRO und dem X-RAY 8000 ADVANCED/X-RAY 8000 NXT lässt sich die Wanddicke verschiedener Produkttypen kontinuierlich und präzise mittels Röntgentechnik erfassen.

Zwei lineare Röntgensensoren mit jeweils mehr als 3000 Pixeln sichern zuverlässige Messungen, auch bei schnell laufenden Extrusionslinien. Kurze Belichtungszeiten (3 ms) verhindern Vibrationseinflüsse und ermöglichen höchstmögliche Genauigkeit für optimalen Einsatz des Rohmaterials. Die Dickenmessung mit Röntgen basiert auf der Suche nach Änderungen in der Röntgenkurve und ist nicht beeinflusst durch unterschiedliche Materialien. Die Eingabe von Absorptionsparametern oder eine Kalibrierung ist nicht erforderlich. Bis zu 3 Materialschichten sind zeitgleich erfassbar.

Dickenmessung mit Laser

Neben der Messung des Durchmessers eines Rundprodukts, können auf Laser basierende Messgeräte ebenso zur Messung einer Wanddicke eingesetzt werden. Da der Laser nicht durch das Produkt gelangt, werden hierzu zwei Messköpfe in der Produktionslinie installiert: ein Messkopf vor dem Extruder, ein Messkopf dahinter. Aus der Differenz der Durchmesser kann die Wandstärke bestimmt werden.

Das Messprinzip der SIKORA LASER Series 2000 und LASER Series 6000 basiert auf der Beugungsanalyse. Dazu wird ein hochaufgelöster, fächerförmiger Laserstrahl direkt auf eine CCD-Zeile gerichtet. Auf dem Zeilensensor entsteht ein Schattenbild des Produkts. An den Übergängen von dunkel zu hell zeigen sich Intensitätsschwankungen, bedingt durch die Brechung des Lichts an den Oberflächen des Messguts.

Basierend auf der Theorie der Beugung des Lichts, werden aus den Informationen der Intensitätsschwankungen die Tangenten der linken und rechten geometrischen Schattengrenzen berechnet. Zusammen mit den Tangenten der um 90 Grad versetzten Meßebene ergeben sich vier Tangenten, die das Messgut berühren.

Damit ist der Durchmesser unabhängig von dessen Position im Messfeld mit einer Genauigkeit im Submikrometerbereich bestimmt.

Dickenmessung mit Radar

Mindestens ein oder mehrere, über den Umfang eines Rohres verteilte Sensoren, sogenannte Transceiver, senden und empfangen kontinuierlich frequenzmodulierte Millimeterwellen. Grenzschichten reflektieren diese Funkwellen, die vom Empfangsteil des jeweiligen Transceivers erfasst und demoduliert werden. Diese Empfangssignale enthalten Informationen bezüglich der Entfernungen von Grenzschichten unterschiedlicher Materialien. Nach algorithmischer Aufbereitung der Empfangssignale eines jeden Sensors stehen die gewünschten Messergebnisse zu Durchmesser, Ovalität und Wanddicke innerhalb weniger Millisekunden bereit zur Anzeige und Regelung. Das CENTERWAVE 6000 ist ein hoch innovatives Produkt, ohne die typischen Nachteile anderer Technologien. So werden weder Koppelmedien benötigt, noch sind Umgebungstemperaturen ausschlaggebend. Da keine Kalibrierung erforderlich ist, wird das CENTERWAVE 6000 zu jeder Zeit und jeder Position in der Produktionslinie (auch im heißen Bereich) höchst präzise Messwerte liefern.

Die SIKORA Systeme steigern und sichern die Qualität der Produkte bereits während der Fertigung, senken die Kosten für Material und machen den Produktionsprozess transparenter für höchste Effizienz. Kalkulieren Sie Ihr individuelles Einsparpotential während der Kabel- oder Rohr- und Schlauchproduktion mit unserem Return On Investment Rechner