Vorhersage der Rückflussdämpfung

Leistungsstarke digitale Signal-prozessoren sind standardmäßig in allen Messköpfen von SIKORA enthalten, so auch im CENTERVIEW 8000. Aufgrund der damit im Messkopf zur Verfügung stehenden Rechenleistung ist ein digitaler FFT-Spektrum-Analysator und eine Vorhersage der Rückflussdämpfung direkt im Messkopf integriert. Die Analyse erfolgt dort, wo die Eingangsdaten (d.h., die Durchmesser-, Exzentrizitäts- oder Kabelkapazitätsmesswerte) mit hoher zeitlicher und Amplitudenauflösung sowie hoher Präzision bei minimalem Messwertrauschen zur Verfügung stehen. Eine problematische (i.d.R. analoge) Übertragung empfindlicher Einzelmesswerte an externe Analysesysteme für FFT und SRL ist also nicht nötig.

Die am häufigsten verwendete Methode zur Qualitätsüberprüfung von Daten- und Hochfrequenzkabeln ist die Messung der Rückflussdämpfung einer Kabellänge als Funktion der Betriebssignalfrequenzen, die später einmal auf dem Kabel übertragen werden sollen. Die Rückflussdämpfung (im engl. Sprachraum auch als SRL bezeichnet) stellt das Verhältnis – ausgedrückt in dB – zwischen eingespeistem Signal und den entlang der gesamten Kabellänge zum Eingang reflektierten Signalanteilen dar.

Um die Kabelqualität zu optimieren sowie die Ausschussmenge zu reduzieren, ist es deshalb äußerst wünschenswert, die Auswirkungen periodischer Unregelmäßigkeiten auf die spätere Rückflussdämpfung des fertigen Kabels möglichst frühzeitig im Produktionsprozess zu kennen.

Die zeitnahe Verhersage der Rückflussdämpfung während der Extrusion eines Kabels oder einer Ader aus gemessenen Kurzzeitdaten wie etwa der Kabelkapazität oder den Durchmesserwerten liefert entsprechende Informationen. Diese Prädiktionsmethode basiert speziell im Hinblick auf die Online-Anforderung ganz wesentlich auf der bereits angesprochenen Fourier-Transformation nach dem FFT-Algorithmus.