PURITY CONCEPT Systems
Die Reinheit anspruchsvoller Materialien, wie sie im Medizinbereich, in der Halbleiterfertigung, in der Filmextrusion, in der Flugzeug- und Automobilindustrie oder bei der Produktion von Mittel-, Hoch- und Höchstspannungskabeln verwendet werden, ist ein entscheidendes Merkmal für die Qualität des Endprodukts. Somit hat in der Kette von der Herstellung, Compoundierung bis hin zur Verarbeitung zu Spritzgussteilen, Profilen oder Folien die Reinheit des Kunststoffgranulats für die Polymerindustrie höchste Priorität.
Der PURITY SCANNER ADVANCED ist speziell auf die Anforderungen des Kunststoffmarkts zugeschnitten. Er sichert eine konstante Materialqualität, minimiert das Risiko möglicher Reklamationen und vermeidet Retouren des verunreinigten Materials. Das Resultat ist ein starker Wettbewerbsvorteil sowie eine schnelle Amortisation
Für den Kabelmarkt ist insbesondere die Reinheit von XLPE- und PP-Pellets, die beispielsweise zur Isolation von Mittel-, Hoch- und Höchstspannungskabeln sowie für On- und Offshore-Kabel verwendet werden, ein entscheidendes Merkmal. Durchschläge beim Entladungstest, die aufgrund von verunreinigtem Material entstehen, gefährden die Produktsicherheit und können Kosten im sechsstelligen Bereich verursachen. Auch vor diesem Hintergrund ist eine kontinuierliche Qualitätskontrolle im Produktionsprozess unerlässlich, um die Integrität und Sicherheit der Produkte zu gewährleisten.
Der PURITY SCANNER ADVANCED kombiniert Röntgentechnologie mit einem flexiblen, optischen Kamerasystem und erkennt Kontaminationen ab einer Größe von 25 µm sowohl innerhalb des Granulats als auch auf dessen Oberfläche zuverlässig. Kontaminierte Einzelgranulate werden automatisch aussortiert, sodass nur reines Material weiterverarbeitet wird.
Je nach Art der erwarteten Kontamination und Anwendung kann das System mit Röntgen- und optischen Technologien oder ausschließlich mit optischer Technologie ausgestattet werden. Der Anwender kann das System mit einer Röntgenkamera und bis zu drei optischen Schwarz-Weiß-Kameras an seine Erfordernisse anpassen. Die Röntgenkamera erkennt metallische Verunreinigungen im Granulat und auf dessen Oberfläche, während Farbabweichungen in transparenten, transluzenten oder eingefärbten Rohstoffen von den Schwarz-Weiß-Kameras zuverlässig detektiert werden. So werden alle Arten von Granulat (z. B. auch schwarzes) zuverlässig inspiziert.
| Anwendungsbereiche |
|
|---|---|
| Inspektionsmethoden/Sensortechnologien | Röntgen und optische Kameras |
| Kleinste detektierbare Kontaminationsgröße | Röntgen: 50 μm (Würfel 3D), 50 x 50 x 50 μm Optisch: 25 μm (Quadrat 2D), 25 x 25 μm |
| Durchsatz | Je nach Geometrie und spezifischem Gewicht des zu prüfenden Materials, sind pro Gerät Durchsatzmengen von wenigen Kilogramm bis zu einer Tonne pro Stunde* möglich. Ein Zusammenschalten von Geräten gestattet eine Inspektion und Sortierung höherer Durchsatzmengen. |
| Zulässige Umgebungstemperatur | + 5 bis + 45 °C |
| Luftfeuchte | max. 95 % (ohne Kondensation) |
| Schnittstellen | RS232, USB Optional: industrieller Feldbus (z. B. Profinet IO, EtherNet/IP, Profibus-DP, CANopen, DeviceNet), LAN, OPC DA/UA |
| Spannungsversorgung | 3 ph 400 V AC (± 10 %), 50/60 Hz (± 3 %); 2.700 VA Druckluftzuführung: min 6 bar / max. 8 bar / Luftqualität Klasse 3 (ISO 8573.1) |
| Dimensionen | 2.068 x 1.499 x 641 mm
(Breite x Höhe x Tiefe) |
| * Diese Angabe bezieht sich auf ein System mit optischer Inspektion. Systeme in der Kombination Optik und Röntgen bieten einen Durchsatz bis zu 600 kg pro Stunde pro Gerät. |